Pokémon Go – Wie werde ich erfolgreicher Pokétrainer?

Wir haben Pokémon Go ausgiebig mit euch getestet. Unsere Eindrücke haben wir bereits geschildert. Jetzt ist es an der Zeit für einige Tipps und Kniffe, die euch hoffentlich zu erfolgreichen Pokétrainern machen werden.

Alle Aktionen als Pokémon-Trainer werden mit Erfahrungspunkten belohnt. Manches ist lohnenswerter als anderes und natürlich kann man sich Vorteile auch mit echten Euros erkaufen. Aber wie erreiche ich als Spieleinsteiger möglichst schnell ein hohes Level ohne Geld auszugeben?

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  • Laufe herum und suche Pokéstops in deiner Nähe. Jeder Stop garantiert dir nicht nur 50 EP pro Besuch, sondern auch einige nützliche Items. Pokéstops mit Lockmodul sind noch besser, denn hier kannst du verweilen und deinen Pokédex füllen.
  • Eier, die du in Pokéstops findest, können, wenn du sie in eine Brutmaschine steckst, durch Herumlaufen ausgebrütet werden. Pro ausgebrütetem Ei erhältst du 500 EP. Fange also so bald wie möglich mit dem Ausbrüten der Eier an, damit die notwendigen zwei Kilometer schnell abgelaufen sind.
  • Catch ‚em all! Denn jedes Pokémon spült weitere 100 EP auf dein Konto. Für Pokémon die du noch nicht in deiner Sammlung hast, bekommst du sogar einmalig 600 EP. Das ist jedoch kein Grund, an anderen Pokémons achtlos vorbeizugehen. Taubsis, Hornlius, Rattfratz und Raupis hast du wahrscheinlich bald satt. Aber gerade diese sind Punktegaranten! Besonders, wenn du den nächsten Punkt beachtest:
  • Mass evolving“ heißt der Trick, mit dem du richtig Punkte machst. Um deine Pokémon weiter zu entwickeln, musst du ein bestimmtes Bonbon verwenden, das auf die Art zugeschnitten ist. Für jedes gefangene Taubsi erhältst du zum Beispiel drei Taubsi-Bonbons. Wann du das Monster entwickelt hast, bekommst du 500 EP gutgeschrieben. Die häufigen Pokémons benötigen am wenigsten Bonbons für ihre Entwicklung. Darum kannst du mit ihnen ordentlich punkten. Beispiel: Für die Entwicklung eines Taubsis benötigst du 12 Bonbons. Da du bei jedem Fang drei Taubsi-Bonbons erhältst, kannst du nach vier Fängen jeweils eines entwickeln. Das macht für die vier Taubsis schon 900 EP (4x 100 EP + 500 EP). Und hast du doch mal ein Pokémon zuviel, dann verschicke es an den Professor, um ein weiteres Bonbon zu erhalten. Doch um richtig abzusahnen:
  • 2016-07-13 19.36.04Warte bis Level 9. Hast du erstmal Level 9 erreicht, winkt dir ein „Glücks-Ei“. Dieses Glücks-Ei verdoppelt während einer halben Stunde alle EP, die du erhältst. Um diese Zeit optimal zu nutzen, solltest du genau jetzt alle Pokémon entwickeln, die du bis dato gesammelt hast. Dieses Vorgehen könnte dich direkt zum nächsten Level schleudern. Dann kannst du bald:
  • Arenen erobern. Das ist im Grunde schon ein Tipp für fortgeschrittene Gamer. Sobald du genug Sternenstaub gesammelt hast, konzentriere dich darauf, eine Auswahl von Pokémons mit den höchsten Kampfpunkten upzugraden. Mit disen „Helden“ eroberst oder besetzt du dann Arenen. Beginne mit dem Upgrade deiner Pokémon nicht zu früh, da du im Verlaufe des Spiels garantiert noch bessere Pokémon finden wirst. Eventuell kannst du diesen Schritt im zehnten Level einplanen. Hast du erstmal eine Arena erobert, erhältst du alle 21 Stunden pro ungeschlagenem Pokémon einen Bonus von 10 Pokémünzen und 500 Sternenstaub, die du wieder in neue Items und Pokémons investieren kannst.

Probiere es gleich mal aus und hinterlasst einen Kommentar! Wir sind gespannt auf eure Erfolge. Was sind eure persönlichen Tricks? Was eure Herausforderungen?

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Der Pokémon Go Hype

Vielerorts hört man in den letzten Tagen von Pokémon Go; Nintendos Aktienkurs hat sich seit dem Release verdoppelt. Doch wieso boomt dieses Spiel so sehr? Wir versuchten eine Antwort zu finden und wurden zum Pokémon-Trainer.

Kindheitserinnerungen werden wach

Einer der Hauptgründe weshalb Nintendo mit dem Spieleentwickler Niantic (die dem ein oder anderen Gamer als die Entwickler von Ingress bekannt sein dürften) einschlägt wie eine Bombe, ist natürlich die Tatsache, dass Pokemon eine starke Marke ist und viele Gamer wunderbare Kindheitserinnerungen damit verbinden. Sei es als Kartenspiel, Kinofilm, Anime-Serie, auf dem N64 oder als Gameboy-Abenteuer, wahrscheinlich hatten wir alle schonmal Kontakt mit den niedlichen japanischen Fabelwesen. Ich selbst habe Pikachu und Co nur in den ersten Versionen „Pokémon Blau“ und „Rot“ gejagt, doch erschien mir die Idee, Pokémon in meiner eigenen Nachbarschaft zu fangen, trotz des großen zeitlichen Abstands eine großartige Sache.

Menschenaufläufe an Pokéstopps

Schon kurz nach dem Release organisierten Fans Treffen über Facebook um gemeinsam Pokémon zu fangen. In Hannover trafen sich 200 Menschen am Kröpke, in Bremen tourte eine bunte Gruppe aus etwa 100 Gamern aus allen Altersgruppen unter Anleitung eines GPS-Game-Experten durch den Bürgerpark und in Hamburg ist die Binnenalster ein ständiger Anlaufpunkt für Pokémon-Trainer geworden.

I2016-07-18 20.06.00n den letzten Tagen ist die Wahrscheinlichkeit, einen Pokémon-Gamer auf offener Straße zu erwischen extrem hoch. Die typische Pokéball-Wurfbewegung gibt die Gamer sofort zu erkennen. Geocacher verstecken sich vor „Muggels“ wenn sie wie Undercover-Agenten Verstecke ausspähen, Resources-Gamer fühlen sich gern als Teil einer großen Verschwörung; als Pokémon-Trainer outet man sich derzeit unweigerlich, sobald man nur sein Handy zückt.

„Hey, welches Level?“ bekommt man da zu hören, wenn man sich in der Nähe eines Pokéstops herumtreibt. Irgendwie erfrischend, sich unter das bunte Treiben der Spiellustigen zu mischen und sich als Teil einer mittlerweile globalen Bewegung zu fühlen. (Das Spiel ist heute in 38 Ländern freigegeben.) Statt heimlichen Munzeeklebens und Cachesuchens, tritt man unweigerlich in direkten Kontakt mit gleichgesinnten. „Hast du das Enton schon gesehen?“ – „Nein, habe nur ein Taubsi erwischt,“ tauschen gerade noch Unbekannte Tipps aus.

Nützliche Items

2016-07-14 17.11.42Auch wenn du dich abseits der bekannten Hotspots der Stadt bewegst: sobald du an deinem gerade noch einsamen Pokéstop ein Lockmodul zündest, hast du in kürzester Zeit eine Riege von Poké-EnthusiastInnen um dich. Mit Items wie diesen lässt sich nämlich die Suche nach Schiggy & Co stark vereinfachen. In der gesamten Umgebung sind an Landmarks „Pokéstops“ verteilt, die dich bei Annäherung mit allen möglichen Items versorgen. Hier bekommst du nicht nur Pokébälle, die du brauchst, um das Krabbelvieh zu fangen, sondern auch spezielles Equipment um es anzulocken. Ein Beispiel ist das Rauch-Item, das deine Spielfigur einnebelt und Pokémon in der Nähe anlockt. Noch besser funktioniert das Lockmodul. Dieses kannst du an einem Pokéstop aktivieren und lockt fortan für eine halbe Stunde die begehrten Monster in deinen Dunstkreis. Der große Vorteil am Lockmodul ist zudem, dass auch andere Gamer davon profitieren. Wechseln sich nun also einige Gamer damit ab, ihre Lockmodule im Abstand von einer halben Stunde zu aktivieren, kann man über lange Zeit gemütlich heraneilende Pokémon einsammeln und dabei noch einen Plausch mit seinen Mitmenschen halten. Stops mit aktivem Lockmodul erkennt man in der Karte an herumschwebenden Herzen. So ziehen Lockmodule nicht nur virtuelle Monster sondern auch ganz reale Personen an.

Durchbruch für Locationgames

Von Gamern, mit denen ich mich in einer Herzchenwolke unterhalten konnte, erfuhr ich, dass sie von Pokémon Go aus den Medien erfuhren und vorher noch keinen Kontakt zu anderen Locationgames hatten. Das ist nicht weiter verwunderlich, da es einen solchen Andrang auf dem Markt der Locationgames noch nicht gegeben hat. Das bekannte Ingress aus dem selben Hause, hat zwar in 3 Jahren beachtliche 13 Millionen Downloads erreicht. Pokémon hat diese Zahl aber schon innerhab der ersten Tage geknackt. Seit erscheinen der App berichten Radio, TV und seriöse Tageszeitungen wir die Süddeutsche zuhauf über das Phänomen. Erstaunlich, dass diese Medienpopularität offenbar ganz den Fans geschuldet ist. Nintendo hat meines Wissens keine bedeutende Werbekampagne gestartet. Die Fans der kleinen Monster haben sich formiert und zusammen eine Welle der Begeisterung losgetreten.

„Ich bin Lagerist, wir arbeiten in mehreren Hallen. Plötzlich rannte jemand in die Halle und rief: „Zwischen Halle 2 und 3 ist ein Pikachu!“. Plötzlich ließen von 200 Kollegen 150 ihre Arbeit liegen und suchten Pikachu. Erst als der Chef kam und fragte, was denn hier los sei gingen wir zurück an die Arbeit.“

Ein erstes Fazit

2016-07-17 21.46.48Pokémon Go macht Spaß. Das kann man nicht leugnen, selbst wenn man mit großer Skepsis an das Spiel herangegangen ist. Trotzdem sind deutliche Unterschiede zu Games mit langer durchdachter Planungsphase und einem normalen Wachstum zu erkennen. Games wie Ingress oder Resources laufen deutlich flüssiger, während man bei Pokémon Go doch oft mit der Verbindung zum Server oder lästigen Bugs kämpfen muss. Bei uns funktionierte das flüssige Gameplay, vor allem am belasteten Wochenende, stellenweise überhaupt nicht. Ein weiterer Beleg, dass selbst Nintendo vom Erfolg des neuen Releases überrannt wurde. Das kann von Spielspaß doch sehr schnell zu Frust führen, sollte sich aber in den nächsten Wochen hoffentlich erledigt haben.

Doch jetzt: probiere es selbst aus und lass uns wissen was du denkst. Viel Spaß und fang sie dir!

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Geocaching ohne Internet?

Klar, mit einem GPS-Empfänger ist das kein Problem.

Aber was tun, wenn man mit dem Android-Smartphone cachen möchte, ohne Zugriff aufs Netz zu haben, zum Beispiel im Ausland oder wenn das Datenpaket mal wieder verbraucht ist? Wie das geht, zeigen wir euch hier.

Vorbereitung

Ruelle in MontréalFür diese Anleitung  gehen wir davon aus, dass ihr bereits bei geocaching.com registriert seid. Um einen Screenshot zu sehen, klickt einfach auf den jeweiligen Link.

Ladet euch, wenn noch nicht geschehen Locus Map im Google Play Store herunter. Locus Map kann beliebige Kartenabschnitte herunterladen und hat ein spezielles Add-On für Geocaching, mit dem ihr auch Caches herunterladen und loggen könnt.

Als nächstes installiert ihr das Add-On. Startet dazu Locus Map. Im Sandwich-Menu (das Menü oben links mit den drei Balken) wählt ihr den Eintrag „Add-Ons“, dann „Geocaching4Locus“, und bestätigt die Installation.

 

Caches importieren

Offline-Kartenausschnitt

Startet erneut Locus Map. Im Menü „weitere Funktionen“ wählt ihr das neue Plugin Geocaching4Locus aus. Nun gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder könnt ihr unter „Importiere GC“  einen GC-Code eingeben, wenn ihr diesen kennt.

Die zweite Möglichkeit ist komfortabler: Unter „Näherster“ findet ihr die Funktion „Caches in der Umgebung“ . Per Klick auf den Pfeil-Button wird die gewählte Anzahl an Caches rund um die angegebenen Koordinaten von geocaching.com importiert.

Kartenabschnitt sichern

Damit die Caches an der richtigen Position angezeigt werden können, müsst ihr noch den Teil der Landkarte offline speichern, den ihr später bei der Suche benötigt. Zoomt dazu einfach die Karte auf die richtige Größe und berührt das Symbol oben rechts, das eine gefaltete Karte zeigt.

Im Reiter „Offline“ klickt ihr auf das Plus-Symbol und dort auf „Onlinekarte herunterladen“ .

Loslegen

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Der gewählte Kartenabschnitt wird nun auch ohne Internetverbindung angezeigt. Die Fundstücke könnt ihr später per WLAN loggen.

Getestet habe ich diesen Tipp an einem sonnigen Morgen in Montréal. Der Cache mit dem einfallsreichen Namen 色の炎 befand sich in mitten meiner Nachbarschaft in Petite Italie, dem italienischen Quartier im Norden der Stadt. Eine gute Gelegenheit, einmal die ortstypischen kleinen Hinterhofstraßen, die „ruelles“, zu erkunden. Hier bieten sich reichlich Versteckmöglichkeiten, aber Postboten und Balkone mit neugierigen Muggels können sich zu dieser Tageszeit hinderlich erweisen… Der Screenshot zeigt, dass ich erwartungsgemäß nur auf den gespeicherten Teil der Karte zugreifen konnte, aber dies ging ohne Probleme. Auch die Cacheinformationen wurden ohne Murren angezeigt.

Viel Spaß!

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Resources: Erste Eindrücke

Aufbau-Strategiespiel mit Suchtcharakter

In einer Wathose bin ich durch Schlick gelaufen, mit einem Kayak auf eine Insel übergesetzt, und habe bei Ebbe im nordfriesischen Watt nach Geocaches gegraben. In den vergangenen neunhundert Tagen habe ich fast dreißigtausend QR-Codes gescannt und über 36.000 Munzees in sieben Ländern aufgeklebt. Und in einem halben Jahr habe ich fast zweitausend Flaggen gesammelt und über fünfhundert verteilt. Wieviele Kilometer ich dafür gelaufen bin und wieviele Spieler ich mittlerweile kennen gelernt habe, vermag ich nicht zu sagen. Man müsste meinen, ich habe keine Zeit mehr für andere Games.

Und nun doch: Unerwartet hat mich Resources voll in seinen Bann geschlagen. Das Spiel ist vergleichbar mit einem Aufbausimulator, eine Mischung aus den Siedlern und Tamagotchi, die einen nur schwer wieder loslässt. So habe ich bereits mit fünf anderen Spielern auf einem matschigen Acker meine Schuhe ruiniert, um Diamatenminen zu bauen und bin im Dunklen durch ein Wohngebiet gestreift um Bauxit zu fördern. Mehrere Sonntagvormittage in Cafés gingen dafür drauf, Kisten zu sammeln.

Worum geht’s?

SpieloberflächeResources (momentan nur Android) bietet den verschiedensten Gamern eine Plattform. Im Sinne von „augmented Reality“ legt das Spiel eine Karte mit virtuellen Bodenschätzen über die tatsächliche Welt. Du baust Förderanlagen, um die Resourcen abzubauen und in deine Lager zu transportieren. Damit kannst du wiederum Fabriken und Spezialgebäude errichten. Steht dir Anfang zum Bauen gerade mal Lehm zur Verfügung, produzierst du wenig später schon Gold, Diamanten und Drohnen. Spezialeinheiten verteidigen deine Anlagen, Elitetruppen verwendest du zum Angriff auf andere Spieler. Da mit jedem Level auch der Bedarf deiner Fabriken steigt, schaust du dich nach immer besserem Baugrund um und musst oft genug feststellen, dass dieser bereits von anderen Spielern besetzt ist. So sind Gamer, die gerne unterwegs sind, immer gut beschäftigt. Aber auch Stubenhocker können mitmachen: Allianzen schmieden und auf dem Schwarzmarkt Resourcen verkaufen kann man auch ohne draußen Förderanlagen zu bauen.

Durchdachtes Spieldesign

Zwar schreckte mich zuerst das wenig ansprechende Design der Spieloberfläche ab, aber dies trat schnell in den Hintergrund. Je länger sich der Gamer mit dem Spiel beschäftigt, desto deutlicher wird, wie gut es durchdacht ist.  Schwarzmarktpreise reagieren auf Angebot und Nachfrage. Die Kosten von Fabriken und Spezialgebäuden steigen mit dem daraus erwirtschafteten Profit, so dass auch erfahrenen Gamern nicht langweilig wird. Fundgegenstände, die zufällig auf der Karte erscheinen, lassen dich entweder vom Sofa aufspringen und durch die Nachbarschaft rennen oder mit besserer Technologie auch bequem von zu Hause mit einer Drohne einsammeln. Ein Handicap-System schützt Spielanfänger vor Angriffen und erhöht ihre Verteidigungschance. Sowohl angriffslustige als auch friedfertige Gesellen kommen gleichermaßen auf ihre Kosten, denn du hast die Wahl ob du fremde Anlagen zerstören oder reparieren willst.

Fazit

Für mich ist Resources die Entdeckung im Bereich Geolocation-Games dieses Jahres. Obwohl vollkommen virtuell, hat es durch die vielen Beschäftigungsmöglichkeiten und die Komplexität des Games ein weitaus höheres Sucht- und Spaßpotential über lange Zeit als etwa Munzee. Dass sogar meine Freundin nun nach Kisten Ausschau hält, obwohl sie mit Caches, QR-Codes und Flaggen gar nichts anfangen konnte, beweist für mich die Genialität von Resources.

Unbedingt ausprobieren! Aber Achtung: Suchtgefahr.

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Flagstack: Das Team-Battle startet

Capture the Flag – Flagstacks Teambattle

Es ist soweit: Seit einigen Tagen läuft bei Flagstack nun das Team-Battle. Die genauen Regeln sind umfangreich und wenig interessant, weswegen ihr die Informationen besser im Forum nachlesen könnt. Aber das Prinzip will ich euch schnell erklären:

Ein Team mit drei bis fünf Gamern verteidigt nach dem „Capture the Flag„-Prinzip eine Teamflagge. Die Teamflagge wird zu Beginn jedes Battles vom System automatisch auf öffentlichem Grund im Umkreis von 100 Metern des Teamleaders abgelegt. Diese Teamflagge muss verteidigt werden. Sie befindet sich anfangs in einem Hauptquartier. Sowohl Teamflagge als auch Hauptquartier sind virtuelle Spielgegenstände, die durch ein eigenes Icon auf der Karte angezeigt werden.

Stiehlt nun ein Team die Flagge eines anderen Teams, hat man 15 Minuten Zeit, um sie aus dem gegnerischen Hauptquartier zurück zu holen. Gelingt dies, ist der Diebstahl vereitelt. Falls nicht, dann ist die Flagge gestohlen und kann erst nach einer Lösegeld-Zahlung, dem Diebstahl durch ein drittes Team, oder nachdem eine Woche verstrichen ist wieder ins eigene Hauptquartier gebracht werden.

Credits

Das Team erhält für normale Captures und Deploys je einen Credit. Zusätzlich spült die Teamflagge alle 24 Stunden jeweils 100 Credits in die Kasse, solang diese im eigenen Hauptquartier steht. Wurde eine fremde Flagge ins Hauptquartier gebracht, generiert auch diese 100 Credits am Tag. Auch für jeden erfolgreichen Diebstahl und die Verteidigung der eigenen Flagge erhält das Team Credits. Diese können die Gamer zum Beispiel in neue Flaggen investieren. Die Credits können allerdings auch einen Diebstahl vereiteln: 1000 Credits kostet der so genannte  „Jailbreaker“, der einen versuchten Diebstahl sofort verhindert. Flagstack arbeitet momentan noch an der Entwicklung weiterer Items, die das Teambattle aufmischen werden. Am Ende eines jeden Battles werden die erbeuteten Credits zu gleichen Teilen im Team aufgeteilt. Natürlich sammeln alle Gamer unabhängig vom Teambattle weiter die regulären Spielerpunkte.

Fraktionen

Jedes Team muss sich entscheiden, in welcher Fraktion es spielen möchte. Hier gibt es also Ähnlichkeiten zu Ingress.

Die Allianzen nennen sich:Teambattle_flagstack

  • Das Kartell der Flag Seeker (die „Guten“)
  • Das Syndikat der Flag Hunter (die „Neutralen“)
  • Die Allianz der Flag Keeper (die „Bösen“)

 

Diese Allianzen haben allerdings momentan noch keine richtige Bedeutung für das Spiel, abgesehen von der Platzierung des Gesamt-Rankings. Jedes Team kann sich nur einmal einer Allianz zuordnen. Die Flag Keeper allerdings können ihre Zugehörigkeit wechseln. Wahrscheinlich werden die Allianzen im weiteren Spielverlauf noch an Bedeutung gewinnen.

Fazit

Das Spielprinzip ist denkbar einfach und wird sicher Bewegung in die Flagstack-Gemeinde bringen. Das zeigt sich schon jetzt: erst gestern wurde der 800.000 Capture gemacht. Wir erwarten einen Run auf Hauptquartiere, die sich viele Flaggen geschnappt haben, schließlich bringen diese die meisten Punkte. Gleichzeitig ist zu befürchten. dass findige Teams ihr Hauptquartier auf Helgoland oder Hallig Hooge eröffnen um vor Angriffen gefeit zu sein. Sicher werden sich auch Teams mit dem Ziel eines gut geschützten Headquarters global aufgestellt haben. So sehe ich schon Teamleader aus der sibirischen Tundra viele Punkte einstreichen. Einerseits nimmt das dem Battle eventuell schnell Wind aus den Segeln, andererseits können so auch Spieler in ländlichen Gegenden am Spaß teilhaben.

Zur Zeit befindet sich das Teambattle noch in einer Testphase. So richtig los geht es also erst im neuen Jahr. Wir sind gespannt was sich Flagstack ab dem 5. Januar noch einfallen lassen wird.

Für mehr Einblicke legen wir euch den Podcast von Mabuses Erben ans Herz.

 

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Welches Smartphone für location games?

Auch in Montréal steht Weihnachten vor der Tür. Als Neuling steht auf meinem Wunschzettel natürlich ganz oben das passende Equipment. Aber welches? Zum Glück weiß Hannes Rat.

GPS-Empfänger oder Smartphone?

D_DSC0061ie erste Entscheidung fällt leicht. Nur eingefleischte Geocacher und Outdoor-EnthusiastInnen verwenden noch einen speziellen GPS-Empfänger (GNSS), und auch ich entscheide mich für ein Smartphone. Dennoch bietet ein GPS-Gerät einige Vorteile gegenüber einem Smartphone:

  • Im Großen und Ganzen haben GPS-Geräte einen besseren Empfang als die GPS-Einheit eines Smartphones. Das gilt besonders in Wäldern und Häuserschluchten. Niemand wartet gern auf den log-on oder läuft ewig im Kreis, wenn das Ziel eigentlich schon greifbar sein sollte.
  • Die Batterie hält um ein vielfaches länger als die eines Smartphones. Allerdings dauern selbst ausgedehnte caching-Expeditionen kaum je länger als einen halben Tag. Darüber hinaus kann man sich mit battery-packs behelfen (zum Beispiel von Anker).
  • Viele, wenn auch längst nicht alle GPS-Empfänger haben Displays, deren Kontrast stark genug ist, um sie auch bei strahlender Sonne ablesen zu können. Neue Mobiltelefone haben zwar hochauflösende Displays, aber wichtiger sind für unsere Zwecke Kontrast und Helligkeit.
  • Oft sind GPS-Geräte gegen Wasser und Kratzer geschützt.
  • Alle GPS-Geräte haben einen elektronischen Kompass. Ohne Kompass richtet sich die Richtungsanzeige immer nach der letzten Bewegung. Sich stehend zu orientieren ist damit unmöglich.

Welches Telefon soll es sein?

Totzdem entscheide ich mich für ein Smartphone, denn es ist einfach flexibler, und die meisten location games lassen sich nur mit Smartphone spielen. Für Geocaching gibt es apps wie Cachesense und C:geo, die es ermöglichen, über die geocaching.com-Datenbank alle Caches in der Nähe anzuzeigen und den Cache nach getaner Arbeit direkt zu loggen. Nicht zuletzt der Preis macht die Entscheidung leichter. Denn GPS-Geräte für EinsteigerInnen gibt es zwar mittlerweile ab 100 Euro, aber die Ausgaben für ein Telefon fallen ohnehin irgendwann an.  Bleibt die Frage, welches besonders für location gamer geignet ist. Unserer Ansicht nach passt beim Moto G das Verhältnis von Preis und Leistung am besten (140 Euro in der ersten, 200 in der neuesten Version).

  • Der Akku (satte 2470 mAh beim Moto G 3) reicht auch bei dauerndem GPS-Einsatz etliche Stunden. Allerdings ist er nicht auswechselbar, so dass sich für sehr lange Touren ein Akkupack empfiehlt.
  • Die Kamera scannt einfach alles, selbst arg verschmutzte QR-Codes. Ob sie auch schicke Fotos macht, ist zweitrangig.
  • Das Moto G3 ist nun sogar wasserdicht. Aber auch die Vorgänger scheinen recht unempfindlich gegen Feuchtigkeit zu sein und vertragen den einen oder anderen Regentropfen.
  • Das Display ist groß, hell und gut ablesbar, trotz ansprechender Akkulaufzeit.
  • Am wichtigsten: Die GPS-Genauigkeit ist ausgezeichnet. Das Telefon ist GPS-A fähig. In der Praxis findet das Moto die Position schnell und hat selbst in Häuserschluchten wenig Probleme.

Fazit: Locationgamer, die sich nicht ganz auf geocaching spezialisierten wollen, sollten sich nach einem geeigneten Smartphone umsehen. Wichtig sind GPS-Genauigkeit, Akkulaufzeit, eine ausreichend gute Kamera sowie ein helles und kontrastreiches Display. Dennoch sollte das Display nicht zu groß werden. Ein 15″ sollte reichen. Denn: ein großes Display frisst Akku und ist im Handling unterwegs schwieriger. Wem an einem günstigen Preis gelegen ist, für den oder die ist das Moto G eine gute Wahl, gleich ob in erster oder neuester Generation. Auch das Sony z6 (sowie auch z1 und z2) erfüllt die genannten Kriterien recht gut. Anders die beliebten Galaxies. Sie haben zwar Wechselakkus, stehen aber im Ruf, Probleme mit ihrem GPS-Empfang zu haben. Und dann ist da natürlich noch das iPhone. Wer das will, kauft es sich sowieso.

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Woran erkennt man Location Gamer?

Geocacher: Outdoor-Typen, die sich im Gebüsch herumtreiben und Notrufe bei Polizei und Feuerwehr auslösen. Schleppen mehr Equipment in den zwei Dutzend Taschen ihrer Jack-Wolfskin-Jacke herum als eine Polarexpedition, und legen auch schon mal mehr Höhenmeter zurück als Reinhold Messner. Haben mit Sicherheit nicht nur zahlreiche Dosen sondern auch den Yeti gefunden. Jedenfalls erzählen sie dir das, gefragt oder ungefragt.

LaCita-Gamer: Ähnlich wie o.g. suchen sie manchmal nach etwas, sind aber weitaus entspannter. Gelegentlich beobachtete man sie auch wie gelähmt vor Straßenschildern stehend, auf den lahmen Browser wartend, mit dem Smartphone in der Hand.

Munzee-Gamer beim socalisen
Gamer umrunden Schild

Munzee-Gamer: Schnüffeln aufgeregt wie ein Hund im fremden Revier alle paar Meter an Leitplanken und Treppengeländern und kreisen wie Motten um Laternen und Straßenschilder. Neigen den Rest der Zeit das fahle Gesicht zum Smartphone und schrecken erst auf, bevor sie sich den Kopf an der nächsten Laterne anschlagen. Nesteln heimlich in ihren Hosentaschen nach dem Pfefferminzdöschen herum, um daraus die schnell abhängig machenden kleinen Aufkleber zu Tage zu befördern. Diese werden dann unter aufgeregtem Umschauen nach allen Seiten auf öffentlichem Eigentum angepappt.

Flagstacker: Verhalten sich ähnlich wie o.g., bleiben in der Nähe von Laternen aber auffällig ruhig. Man unterscheidet beide Spezies anhand der längeren Arme der Flagstacker, die es diesen erlaubt, die letzten fünf  Meter zur nächsten Flagge stehend zu überwinden.

Resources-Gamer: Laufen im Gegensatz zu den beiden Letztgenannten nicht Zickzack, sondern folgen schnurgerade dem Straßenverlauf. Es sei denn, es befindet sich eine Kiste oder ein lukratives Vorkommen abseits des Weges. Dann wurde auch schon beobachtet, dass Resources-Gamer größere Flurstücke in streng geometrischen Formationen überqueren, zielstrebig und wie von unsichtbaren Gesetzen geleitet.

Allen gemein ist die Angst vor dem schwindenden Akku. Deshalb werden in allen verfügbaren Jackentaschen genug Akkupacks herumgeschleppt um im Notfall selbst einem LKW Starthilfe geben zu können. Nur der Geocacher bleibt cool. Er behilft sich wie MacGyver mit Bleistiftstumpf, Papierfetzen und Kompass (oder den Sternen).

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Flagstack: Erste Eindrücke

Mitte Juli ging Flagstack an den Start, und obwohl noch einige Features in der Entwicklung stecken, hat sich schon eine Gemeinde aus fast 1500 Fans zusammengefunden. Zeit, unsere ersten Eindrücke zu schildern!

Flagstack-Logo

Munzee on Steroids — made in Kisdorf

Das vom Gameplay stark am aus den USA stammenden Munzee orientierte Spiel haben zwei Munzee-Fans entwickelt. Die Gamer „Powerslice“ und „Sundream“ waren mit einigen Funktionen ihres geliebten Spiels unzufrieden und haben sich kurzerhand entschlossen, eine Alternative zu entwickeln. Ausgetüftelt haben sie das ganze im kleinen Kisdorf bei Hamburg — und komplett finanziert aus ihrer Privatschatulle.

Per Ingame-Käufen können zusätzliche Game-Credits oder Premium-Mitgliedschaften erworben werden, um neue Funktionen frei zu schalten. Im Gegensatz zu Munzee, das oft in der Kritik stand sehr profitorientiert zu arbeiten und Gamern mit höherem Geldeinsatz erhebliche Vorteile zu verschaffen, wurde bei Flagstack aber auch auf solche mit kleinem Geldbeutel geachtet.

Darum geht’s

Bei Flagstack dreht sich alles um virtuelle Flaggen. Die Gamer erhalten Punkte, wenn sie diese aufnehmen (Capture) und verteilen (Deploy). Je nach Flaggentyp variiert die Punktzahl zwischen acht und 26 Punkten. Das Standard-Item, die grüne Flagge, ergibt zum Beispiel acht Punkte. Der Clue ist, dass dir nach jedem zehnten Capture eine neue grüne Flagge gut geschrieben wird. So können aktive Gamer auch ohne Geldeinsatz viele Flaggen verteilen und Punkte machen. Verteilst du selbst ein Flagge, die von einem anderen Gamer aufgenommen wird, so erhaltet ihr beide Punkte.

Neben dem Punktesammeln kann man Etappenziele erreichen. Dafür wird der Gamer mit einem Abzeichen (Badge) belohnt, eine weitere Spielmotivation. Badges gibt es beispielsweise für das Aufnehmen von 100 Flaggen an einem Tag, die Teilnahme an Flagstack-Events oder sogar für ein persönliches Treffen mit den Entwicklern. Bei Events in Schneverdingen und Bremen habe ich selbst das spezielle Event-Badge „Reinsehlen“ bzw. das begehrte „Meet us“-Badge erhalten und den Flagstack-Erfindern Hallo gesagt.

Neues Teamplay

So weit, so gut. Ist Munzee also nur ein weniger kommerzielles Munzee mit Badges?

Nein, denn die entscheidende Neuerung ist das Teamplay. Klar, auch Munzee kennt „Clan-Battles“. Aber das Teamplay von Flagstack, das in den nächsten Tagen startet, soll einige Überraschungen liefern. Noch breiten die Entwickler den Mantel des Schweigens über die Einzelheiten. Doch die Szene spekuliert, dass das Prinzip dem „King of the Hill“ oder „Capture the Flag“ ähneln wird. Durchgesickert ist bereits: breit aufgestellte Teams sollen größere Chancen auf Erfolg haben. Hierbei gilt nicht nur, dass die 5 Spieler im Team besonders hoch im Ranking stehen, sondern z.B. hinsichtlich der Homebase und der Punktzahl gut durchmischt sind. So sollen Teams mit Mitgliedern aus verschiedenen Städten oder sogar Ländern, Rookies und Veteranen usw. Vorteile haben. Wenn es soweit ist, werden wir euch mit einem detaillierten Test auf den Laufenden halten.

Fazit: Schon jetzt eine Alternative

Screenshot_2015-11-04-00-47-53Nach einigen Wochen ist mein persönliches Fazit: Flagstack eignet sich besonders für diejenigen unter euch, die viel unterwegs sind aber, anders als beim Geocaching, nicht gern stundenlang nach Gegenständen suchen oder sich die Hände schmutzig machen. Ein schöner Zeitvertreib ist Flagstack vor allem im Stadtraum, bei langen Fahrten im ÖPNV oder auf der Autobahn (als Beifahrer!). Durch die großen Mindestabstände zwischen den Flaggen und dem damit verbundenen „Deployverhalten“ funktionieren bei Flagstack vor allem Längencluster besser als Breitencluster. Aber auch für Spieler, die keine Lust haben, über die Autobahn zu brettern, um Punkte zu machen, ist Flagstack eine interessante Alternative, zum Beispiel bei ausgedehnten Radtouren oder für die Langstreckenläufer unter den Gamern.

Der Erfolg zeigt, dass ich nicht der einzige bin, dem Flagstack zusagt. Mit weltweit bereits über 230.000 verteilten Flaggen und zwischen etwa 1200 – 1500 Usern wurde gestern der 500.000 Cap gemacht. Und das in nur wenigen Monaten. Die Entwickler sollten nun so schnell wie möglich das Team Battle ins Spiel einbetten. Denn sonst könnte die Karte recht schnell von Flaggen übersät sein. Das wäre ärgerlich für Neueinsteigerinnen und Neueinsteiger.

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Hey, wir sind neu hier.

Hallo bei locationgames.de!

Hier ensteht im Laufe der nächsten Wochen eine neue Anlaufstelle für Geolocation-Gamer mit Nachrichten, Tests und einer Möglichkeit zum Nachschlagen.

Im Web gibt es zahllose Seiten über Geocaching und mobile Games, aber kaum Informationen über die vielen mobilen Spiele, die sich GPS für ihr Gameplay zu nutze machen. Wir möchten das ändern.

Demnächst halten wir euch hier über Entwicklungen der Szene auf dem Laufenden, stellen neue Games vor, sprechen über Tipps, Tricks und das richtige Equipment, und wir versorgen euch mit Erfahrungsberichten. Interviews mit Spielern und Entwicklern eingeschlossen.

Sowohl Anfänger als auch alte GPS-Häsinnen sind angesprochen. Wir freuen uns auf euer Interesse und Feedback.

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