Flagstack: Erste Eindrücke

Mitte Juli ging Flagstack an den Start, und obwohl noch einige Features in der Entwicklung stecken, hat sich schon eine Gemeinde aus fast 1500 Fans zusammengefunden. Zeit, unsere ersten Eindrücke zu schildern!

Flagstack-Logo

Munzee on Steroids — made in Kisdorf

Das vom Gameplay stark am aus den USA stammenden Munzee orientierte Spiel haben zwei Munzee-Fans entwickelt. Die Gamer „Powerslice“ und „Sundream“ waren mit einigen Funktionen ihres geliebten Spiels unzufrieden und haben sich kurzerhand entschlossen, eine Alternative zu entwickeln. Ausgetüftelt haben sie das ganze im kleinen Kisdorf bei Hamburg — und komplett finanziert aus ihrer Privatschatulle.

Per Ingame-Käufen können zusätzliche Game-Credits oder Premium-Mitgliedschaften erworben werden, um neue Funktionen frei zu schalten. Im Gegensatz zu Munzee, das oft in der Kritik stand sehr profitorientiert zu arbeiten und Gamern mit höherem Geldeinsatz erhebliche Vorteile zu verschaffen, wurde bei Flagstack aber auch auf solche mit kleinem Geldbeutel geachtet.

Darum geht’s

Bei Flagstack dreht sich alles um virtuelle Flaggen. Die Gamer erhalten Punkte, wenn sie diese aufnehmen (Capture) und verteilen (Deploy). Je nach Flaggentyp variiert die Punktzahl zwischen acht und 26 Punkten. Das Standard-Item, die grüne Flagge, ergibt zum Beispiel acht Punkte. Der Clue ist, dass dir nach jedem zehnten Capture eine neue grüne Flagge gut geschrieben wird. So können aktive Gamer auch ohne Geldeinsatz viele Flaggen verteilen und Punkte machen. Verteilst du selbst ein Flagge, die von einem anderen Gamer aufgenommen wird, so erhaltet ihr beide Punkte.

Neben dem Punktesammeln kann man Etappenziele erreichen. Dafür wird der Gamer mit einem Abzeichen (Badge) belohnt, eine weitere Spielmotivation. Badges gibt es beispielsweise für das Aufnehmen von 100 Flaggen an einem Tag, die Teilnahme an Flagstack-Events oder sogar für ein persönliches Treffen mit den Entwicklern. Bei Events in Schneverdingen und Bremen habe ich selbst das spezielle Event-Badge „Reinsehlen“ bzw. das begehrte „Meet us“-Badge erhalten und den Flagstack-Erfindern Hallo gesagt.

Neues Teamplay

So weit, so gut. Ist Munzee also nur ein weniger kommerzielles Munzee mit Badges?

Nein, denn die entscheidende Neuerung ist das Teamplay. Klar, auch Munzee kennt „Clan-Battles“. Aber das Teamplay von Flagstack, das in den nächsten Tagen startet, soll einige Überraschungen liefern. Noch breiten die Entwickler den Mantel des Schweigens über die Einzelheiten. Doch die Szene spekuliert, dass das Prinzip dem „King of the Hill“ oder „Capture the Flag“ ähneln wird. Durchgesickert ist bereits: breit aufgestellte Teams sollen größere Chancen auf Erfolg haben. Hierbei gilt nicht nur, dass die 5 Spieler im Team besonders hoch im Ranking stehen, sondern z.B. hinsichtlich der Homebase und der Punktzahl gut durchmischt sind. So sollen Teams mit Mitgliedern aus verschiedenen Städten oder sogar Ländern, Rookies und Veteranen usw. Vorteile haben. Wenn es soweit ist, werden wir euch mit einem detaillierten Test auf den Laufenden halten.

Fazit: Schon jetzt eine Alternative

Screenshot_2015-11-04-00-47-53Nach einigen Wochen ist mein persönliches Fazit: Flagstack eignet sich besonders für diejenigen unter euch, die viel unterwegs sind aber, anders als beim Geocaching, nicht gern stundenlang nach Gegenständen suchen oder sich die Hände schmutzig machen. Ein schöner Zeitvertreib ist Flagstack vor allem im Stadtraum, bei langen Fahrten im ÖPNV oder auf der Autobahn (als Beifahrer!). Durch die großen Mindestabstände zwischen den Flaggen und dem damit verbundenen „Deployverhalten“ funktionieren bei Flagstack vor allem Längencluster besser als Breitencluster. Aber auch für Spieler, die keine Lust haben, über die Autobahn zu brettern, um Punkte zu machen, ist Flagstack eine interessante Alternative, zum Beispiel bei ausgedehnten Radtouren oder für die Langstreckenläufer unter den Gamern.

Der Erfolg zeigt, dass ich nicht der einzige bin, dem Flagstack zusagt. Mit weltweit bereits über 230.000 verteilten Flaggen und zwischen etwa 1200 – 1500 Usern wurde gestern der 500.000 Cap gemacht. Und das in nur wenigen Monaten. Die Entwickler sollten nun so schnell wie möglich das Team Battle ins Spiel einbetten. Denn sonst könnte die Karte recht schnell von Flaggen übersät sein. Das wäre ärgerlich für Neueinsteigerinnen und Neueinsteiger.

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