Welches Smartphone für location games?

Auch in Montréal steht Weihnachten vor der Tür. Als Neuling steht auf meinem Wunschzettel natürlich ganz oben das passende Equipment. Aber welches? Zum Glück weiß Hannes Rat.

GPS-Empfänger oder Smartphone?

D_DSC0061ie erste Entscheidung fällt leicht. Nur eingefleischte Geocacher und Outdoor-EnthusiastInnen verwenden noch einen speziellen GPS-Empfänger (GNSS), und auch ich entscheide mich für ein Smartphone. Dennoch bietet ein GPS-Gerät einige Vorteile gegenüber einem Smartphone:

  • Im Großen und Ganzen haben GPS-Geräte einen besseren Empfang als die GPS-Einheit eines Smartphones. Das gilt besonders in Wäldern und Häuserschluchten. Niemand wartet gern auf den log-on oder läuft ewig im Kreis, wenn das Ziel eigentlich schon greifbar sein sollte.
  • Die Batterie hält um ein vielfaches länger als die eines Smartphones. Allerdings dauern selbst ausgedehnte caching-Expeditionen kaum je länger als einen halben Tag. Darüber hinaus kann man sich mit battery-packs behelfen (zum Beispiel von Anker).
  • Viele, wenn auch längst nicht alle GPS-Empfänger haben Displays, deren Kontrast stark genug ist, um sie auch bei strahlender Sonne ablesen zu können. Neue Mobiltelefone haben zwar hochauflösende Displays, aber wichtiger sind für unsere Zwecke Kontrast und Helligkeit.
  • Oft sind GPS-Geräte gegen Wasser und Kratzer geschützt.
  • Alle GPS-Geräte haben einen elektronischen Kompass. Ohne Kompass richtet sich die Richtungsanzeige immer nach der letzten Bewegung. Sich stehend zu orientieren ist damit unmöglich.

Welches Telefon soll es sein?

Totzdem entscheide ich mich für ein Smartphone, denn es ist einfach flexibler, und die meisten location games lassen sich nur mit Smartphone spielen. Für Geocaching gibt es apps wie Cachesense und C:geo, die es ermöglichen, über die geocaching.com-Datenbank alle Caches in der Nähe anzuzeigen und den Cache nach getaner Arbeit direkt zu loggen. Nicht zuletzt der Preis macht die Entscheidung leichter. Denn GPS-Geräte für EinsteigerInnen gibt es zwar mittlerweile ab 100 Euro, aber die Ausgaben für ein Telefon fallen ohnehin irgendwann an.  Bleibt die Frage, welches besonders für location gamer geignet ist. Unserer Ansicht nach passt beim Moto G das Verhältnis von Preis und Leistung am besten (140 Euro in der ersten, 200 in der neuesten Version).

  • Der Akku (satte 2470 mAh beim Moto G 3) reicht auch bei dauerndem GPS-Einsatz etliche Stunden. Allerdings ist er nicht auswechselbar, so dass sich für sehr lange Touren ein Akkupack empfiehlt.
  • Die Kamera scannt einfach alles, selbst arg verschmutzte QR-Codes. Ob sie auch schicke Fotos macht, ist zweitrangig.
  • Das Moto G3 ist nun sogar wasserdicht. Aber auch die Vorgänger scheinen recht unempfindlich gegen Feuchtigkeit zu sein und vertragen den einen oder anderen Regentropfen.
  • Das Display ist groß, hell und gut ablesbar, trotz ansprechender Akkulaufzeit.
  • Am wichtigsten: Die GPS-Genauigkeit ist ausgezeichnet. Das Telefon ist GPS-A fähig. In der Praxis findet das Moto die Position schnell und hat selbst in Häuserschluchten wenig Probleme.

Fazit: Locationgamer, die sich nicht ganz auf geocaching spezialisierten wollen, sollten sich nach einem geeigneten Smartphone umsehen. Wichtig sind GPS-Genauigkeit, Akkulaufzeit, eine ausreichend gute Kamera sowie ein helles und kontrastreiches Display. Dennoch sollte das Display nicht zu groß werden. Ein 15″ sollte reichen. Denn: ein großes Display frisst Akku und ist im Handling unterwegs schwieriger. Wem an einem günstigen Preis gelegen ist, für den oder die ist das Moto G eine gute Wahl, gleich ob in erster oder neuester Generation. Auch das Sony z6 (sowie auch z1 und z2) erfüllt die genannten Kriterien recht gut. Anders die beliebten Galaxies. Sie haben zwar Wechselakkus, stehen aber im Ruf, Probleme mit ihrem GPS-Empfang zu haben. Und dann ist da natürlich noch das iPhone. Wer das will, kauft es sich sowieso.

2 Kommentare zu “Welches Smartphone für location games?

  1. Nicht zu vergessen: Gorilla Glas 3 beim Moto G ist für den Outdoor-Einsatz prädestiniert. Und neben GPS ist auch GLONASS mit an Bord.

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